Beete im Garten anlegen: 6 schöne Ideen zur Gestaltung

Beete im Garten anlegen: 6 schöne Ideen zur Gestaltung
Foto von Martin Wemyss auf Unsplash

Der Garten wird erst durch ästhetisch bepflanzte Beete zu einem richtigen Blickfang. Blumen bringen Farbe in den Außenbereich, Gemüse verleiht dem Garten einen praktische Nutzung. Die Pflanzung und Anlage neuer Pflanzflächen ist die kreativste Aufgabe für jeden Gartenbesitzer. Allerdings reicht es nicht, einfach nur Pflanzen wahllos in die Erde zu bringen, denn nur mit einer optimierten Beetgestaltung sieht das Gesamtergebnis gut aus. 

Ähnlich wie bei der Hauseinrichtung gibt es auch im Garten verschiedene Stile. Der eine liebt einen wild-romantischen Bauerngarten, der nächste möchte lieber einen gepflegten englischen Garten anlegen. Entscheidend ist die Nutzung der natürlichen Umgebungsbedingungen, um für perfektes Licht und gute Pflanzergebnisse zu sorgen. 

Inselbeete sind der Blickfang im Rasen 

Große Rasenflächen wirken schnell einsam und verloren. Anstatt Beete nur am Rand des Gartens entlang der Zäune anzulegen, eignen sich Inselbeete, um die Rasenfläche aufzulockern. Sie brechen das Grün auf und schaffen neue Eindrücke. Das Inselbeet kann rund oder oval, aber auch in freien Formen angelegt werden. Es gibt im Onlinehandel viele Hilfsmittel zur Beetabgrenzung, um das Hineinwachsen von Unkraut aus der Rasenfläche zu verhindern. 

Inselbeete lassen den Garten optisch größer wirken, weil der Blick nicht direkt zum Grundstücksende schweift, sondern in der Mitte hängen bleibt. Je nach Lichtverhältnissen eignen sich unterschiedliche Pflanzen zur Gestaltung. Kleine Bäumchen sorgen für einen Eyecatcher, flache Bodendecker bringen dichte Struktur und nehmen dem Rasen kaum Nährstoffe weg. 

Klassische Staudenbeete blühen das ganze Jahr über 

Ein Staudenbeet darf in keinem Garten fehlen, denn die Pflanzen sind winterhart und kommen jedes Jahr verlässlich zurück. Die Kunst bei der Gestaltung besteht darin, die Blütezeiten so zu kombinieren, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer etwas blüht. Passend zu solchen Beeten ist eine Außenwasserstelle praktisch, denn sie hilft bei der Bewässerung. 

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Bei der Strukturgebung bietet sich ein nach vorn verlaufendes Treppensystem an. Im Hintergrund kommen Prachtstauden wie Sonnenhut oder Rittersporn gut zur Geltung. Weiter nach vorne können dann mittelgroße Stauden wie Storchschnabel oder Frauenmantel stehen. Nach vorn eignen sich Polsterstauden, um das Beet abzuschließen. 

Um im Winter für grüne Elemente zu sorgen, lohnt es sich, Gräser oder wintergrüne Pflanzen zu integrieren. Vertrocknete Blütenstände von Fetthenne beispielsweise sehen mit Schnee überzogen schön aus und sind für heimische Wintervögel eine begehrte Nahrungsquelle. 

Der essbare Garten mit Mischkultur im Gemüsebeet 

Beete müssen nicht nur der Zierde dienen, sondern können auch kulinarisch zum Highlight werden. Wer sich für einen Gemüsegarten entscheidet, profitiert von einer Mischkultur. Bestimmte Pflanzen können sich gegenseitig unterstützen und vor Schädlingen schützen. 

Tomaten mit Basilikum oder Karotten mit Zwiebeln sind zwei typische Beispiele. Wenn zwischen dem Gemüse blühende Kräuter wie Kapuzinerkresse wächst, lockt das Bestäuber an und erzeugt ein buntes Bild. 

Für eine optimale Gemüsebeet-Struktur gilt es, folgende Faktoren zu beachten: 

  • Starkzehrer wie Kohl und Kürbis benötigen jedes Jahr eine neue Stelle, um den Boden nicht auszulaugen. 
  • Rankgitter für Erbsen und Bohnen helfen dabei, den Garten auch in der Höhe auszunutzen
  • Flache Steine im Beet erleichtern die Ernte, ohne dass der Boden verdichtet wird. 

Gemüse benötigt einen Standort in voller Sonne, um ein optimales Wachstum zu ermöglichen. Das sollte man schon bei der Gartenplanung beachten und die Sonnenflächen den essbaren Pflanzen zuordnen. 

Puristische Kiesbeete sind beliebter denn je 

Wer wenig Zeit für die Gartenpflege hat, sich aber trotzdem eine stilvolle Gestaltung wünscht, ist mit dem Kiesbeet gut bedient. Nach der Pflanzung wird der Boden des Beetes mit einer Schicht aus Kies oder Splitt abgedeckt. Das erzeugt einen ordentlichen Eindruck und unterdrückt wucherndes Unkraut. Außerdem hält die Abdeckung die Feuchtigkeit zuverlässig im Boden. 

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Geeignet sind für solche Beete alle Pflanzen, die mit Trockenheit klarkommen. Lavendel ist hier ein Klassiker, aber auch Ziergräser oder die Blauraute gedeiht im Kiesbeet. 

Wichtig ist, dass unter dem Kies ein Unkrautvlies verlegt wird, sonst vermischen sich die Steine mit der Erde und das Unkraut wuchert. Für optische Harmonie sind weniger Pflanzen und einzelne Solitärpflanzen die beste Wahl. Auch Buchsbaumkugeln kommen gut zur Geltung und sind, mit Ausnahme der nötigen Schnitte, recht pflegeleicht. 

Tipp: In sonniger Hanglage ist ein Kiesbeet eine gute Option. Der Kies übernimmt hier eine praktische Schutzfunktion, weil Rindenmulch bei Regen einfach weggeschwemmt wird. 

Hochbeete für unkompliziertes Gärtnern 

In den meisten modernen Gärten gibt es mindestens ein Hochbeet. Die erhöhten Flächen erleichtern das rückenschonende Arbeiten und ermöglichen durch den Schichtaufbau deutlich höhere Erträge. 

Im unteren Bereich des Hochbeets sitzt eine Schicht aus Zweigen und Laub. Dadurch entsteht Wärme und regt das Pflanzenwachstum im Frühjahr an. Gestalterisch lässt sich das Hochbeet nutzen, um verschiedene Ebenen in den Garten zu bringen oder unschöne Ecken zu kaschieren. 

Beim Bau und bei der Befüllung sind folgende Punkte wichtig: 

  • Der Boden muss mit einem engmaschigen Draht ausgelegt sein, um vor Wühlmäusen zu schützen. 
  • Die Innenseiten werden mit Noppenfolie vor Feuchtigkeit geschützt. 
  • Unten kommt grober Grünschnitt rein, darauf folgen Kompost und anschließend eine hochwertige Pflanzenerde. 

Hochbeete sind hervorragend für Erdbeeren und Salate geeignet, aber auch Kräuter kommen hier gut zur Geltung. Durch die erhöhte Fläche sind die Pflanzen besser vor Schnecken geschützt und werden weniger schnell Opfer von Fressspuren. 

Wenn man mehrere Hochbeete in einer Reihe oder im rechten Winkel platziert, entsteht eine moderne Struktur, die selbst im Winter gut aussieht. 

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Duftbeete beleben die Sinne 

Im Garten werden die Sinne angeregt. Das Auge sieht die bunten Blüten, die Ohren hören Insekten und Vögel und für olfaktorische Genüsse sorgen die richtigen Düfte. Ein gezielt angelegtes Duftbeet in der Nähe der Terrasse ist Wellness pur. 

Hier kommen Pflanzen hin, die ihre Aromen zu unterschiedlichen Tageszeiten abgeben. Tagsüber dominieren Jasmin und Rosen, Nachtkerzen oder Nachtviolen riechen in den Abendstunden. 

Dazu passen Kräuter wie Rosmarin und Thymian, die schon bei leichter Berührung ätherische Öle freisetzen. 

Duftbeete sind nicht nur für den Menschen ein Hochgenuss, sondern auch für Schmetterlinge und Nachtfalter. Wenn sie über das Beet flattern, wirkt der Garten gleich ein bisschen lebendiger. Es ist allerdings wichtig, zur Anlage eine windgeschützte Stelle zu wählen, damit sich Duftwolken ansammeln können. 

Ist es zu windig, werden die Aromen sprichwörtlich vom Winde verweht und sind nicht mehr so intensiv wie erhofft.