Ein Gerätehaus ist für viele Gartenbesitzer unverzichtbar. Es dient nicht nur als praktischer Stauraum für Gartengeräte, Fahrräder und Gartenmöbel, sondern kann auch als Hobbyraum oder Rückzugsort genutzt werden. Wer ein Gerätehaus kaufen möchte, steht vor einer wichtigen Entscheidung: Welches Material ist das richtige?
Gerätehäuser gibt es aus Holz, Metall und Kunststoff. Jedes Material hat seine eigenen Eigenschaften, Vor- und Nachteile. Besonders in der Schweiz, wo Wetterbedingungen von starken Schneefällen bis zu intensiver Sonneneinstrahlung reichen, sollte die Wahl gut überlegt sein. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Übersicht über die Unterschiede der Materialien und gibt wertvolle Tipps zur Auswahl des passenden Modells für ihr Gerätehaus.
Gerätehaus aus Holz – Natürlich, stilvoll und vielseitig
Holz gilt als klassisches Material für Gartenhäuser und erfreut sich grosser Beliebtheit. Es wirkt warm und fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein.
Materialeigenschaften und Varianten
Holzgerätehäuser werden meist aus Nadelhölzern wie Fichte, Kiefer oder Lärche gefertigt. Während Fichte und Kiefer kostengünstiger sind, bietet Lärche eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse. Die Holzelemente sind entweder massiv oder in Blockbohlenbauweise gefertigt, was sich auf Stabilität und Dämmung auswirkt.
Vorteile von Holzgerätehäusern
Ein großer Vorteil von Holz ist seine Atmungsaktivität. Es reguliert die Luftfeuchtigkeit im Innenraum und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Gartenhaus nicht nur zur Lagerung von Geräten, sondern auch als Aufenthaltsraum genutzt wird.
Darüber hinaus lassen sich Holzgerätehäuser individuell gestalten. Sie können in verschiedenen Farben gestrichen oder mit zusätzlichen Elementen wie Fensterläden oder Blumenkästen versehen werden. Auch die Möglichkeit, das Gerätehaus zu erweitern, spricht für Holz als Baumaterial.
Nachteile und Pflegeaufwand
Holz ist jedoch pflegeintensiv. Ohne regelmäßige Behandlung mit Holzschutzlasuren oder -ölen wird es anfällig für Feuchtigkeit, Schimmel und Schädlinge. Besonders in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder starkem Regen kann dies zu Problemen führen. Zudem sind Holzgerätehäuser in der Anschaffung meist teurer als Modelle aus Metall oder Kunststoff.
Gerätehaus aus Metall – Wetterbeständig und pflegeleicht
Metallgerätehäuser werden aus verzinktem Stahl oder Aluminium gefertigt. Durch Pulverbeschichtung oder spezielle Schutzlackierungen sind sie besonders widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen.
Materialeigenschaften und Varianten
Während Stahlgehäuse sehr stabil sind, bieten Aluminiumgehäuse eine leichtere Alternative mit dennoch hoher Haltbarkeit. Die Oberfläche ist meist korrosionsbeständig behandelt, sodass kein zusätzlicher Schutzanstrich nötig ist.
Vorteile von Metallgerätehäusern
Ein entscheidender Vorteil von Metall ist seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Nässe, Schnee und UV-Strahlung. Im Gegensatz zu Holz verrottet es nicht und benötigt keine regelmäßige Pflege. Besonders in Regionen mit starkem Schneefall oder hoher Luftfeuchtigkeit ist ein Metallgerätehaus eine langlebige Lösung.
Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Sicherheitsstufe. Metallhäuser sind schwerer aufzubrechen als Modelle aus Holz oder Kunststoff, was sie besonders für die Lagerung wertvoller Gartengeräte oder Fahrräder interessant macht.
Nachteile und Einschränkungen
Metallgerätehäuser haben jedoch einige Nachteile. Sie bieten eine schlechtere Wärme- und Schalldämmung als Holzmodelle. Im Sommer kann sich das Innere stark aufheizen, im Winter kann sich Kondenswasser bilden. Dies macht sie weniger geeignet für eine Nutzung als Hobbyraum oder Rückzugsort.
Zudem kann die Montage anspruchsvoller sein, da Metallhäuser oft aus zahlreichen Einzelteilen bestehen, die präzise miteinander verbunden werden müssen. Ein weiteres Problem ist die Anfälligkeit für Kratzer, die mit der Zeit zur Rostbildung führen können.
Gerätehaus aus Kunststoff – Leicht, günstig und pflegeleicht
Kunststoffgerätehäuser bestehen aus Polyethylen oder Polyvinylchlorid (PVC). Sie sind besonders pflegeleicht und einfach zu montieren.
Materialeigenschaften und Varianten
Moderne Kunststoffhäuser sind oft mit UV-Schutz ausgestattet, um ein Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung zu verhindern. Hochwertige Modelle haben verstärkte Wände, die für zusätzliche Stabilität sorgen.
Vorteile von Kunststoffgerätehäusern
Ein entscheidender Vorteil ist die Witterungsbeständigkeit. Kunststoff rostet nicht, verrottet nicht und benötigt keine regelmässige Pflege. Ein gelegentliches Abwischen mit Wasser reicht aus, um das Gerätehaus sauber zu halten.
Die Montage ist ebenfalls unkompliziert, da Kunststoffhäuser meist in wenigen Teilen geliefert werden und sich einfach zusammenstecken lassen. Zudem sind sie vergleichsweise günstig, was sie zu einer guten Wahl für preisbewusste Käufer macht.
Nachteile und Einschränkungen
Trotz der praktischen Vorteile haben Kunststoffgerätehäuser auch einige Nachteile. Sie sind weniger stabil als Modelle aus Holz oder Metall und können bei starkem Wind beschädigt werden. Besonders in Regionen mit hohen Schneelasten oder Stürmen kann dies problematisch sein.
Auch die Optik ist ein Faktor: Kunststoff hat eine weniger natürliche und hochwertige Erscheinung als Holz oder Metall. Während moderne Kunststoffgerätehäuser oft in gedeckten Farben angeboten werden, wirken sie oft weniger harmonisch in einem naturnah gestalteten Garten.
Welches Material ist das richtige für die Schweiz?
In der Schweiz spielen Witterungsverhältnisse eine entscheidende Rolle bei der Wahl des passenden Gerätehaus-Materials.
- Holz eignet sich besonders für Gartenbesitzer, die Wert auf eine natürliche Optik und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten legen. Es benötigt jedoch regelmässige Pflege, um vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall geschützt zu sein.
- Metall ist die beste Wahl für Regionen mit starkem Schneefall und hoher Feuchtigkeit, da es sehr widerstandsfähig ist. Allerdings kann es im Sommer sehr heiss werden und die schlechte Dämmung ist ein Nachteil.
- Kunststoff ist ideal für Gartenbesitzer, die eine wartungsfreie Lösung suchen. Es ist wetterfest und einfach zu reinigen, bietet jedoch weniger Stabilität und eine weniger hochwertige Optik.
Tipps zur Auswahl des richtigen Gerätehauses
Bei der Entscheidung für ein Gerätehaus sollten neben dem Material auch die geplante Nutzung und der Standort berücksichtigt werden.
- Für eine rein funktionale Nutzung zur Lagerung von Gartengeräten ist ein pflegeleichtes Metall- oder Kunststoffhaus ausreichend.
- Soll das Gerätehaus als Hobbyraum oder Rückzugsort dienen, ist Holz aufgrund seiner wohnlichen Atmosphäre die beste Wahl.
- Wer in einer Region mit hohen Schneelasten oder starkem Regenfall lebt, sollte auf ein besonders stabiles Modell aus Metall oder Holz mit einer verstärkten Dachkonstruktion setzen.
- Die Grösse des Gerätehauses sollte an den vorhandenen Platz im Garten angepasst werden. Grössere Modelle benötigen oft eine Baugenehmigung.
Fazit
Die Wahl des richtigen Geräteschuppens hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und den klimatischen Bedingungen in der jeweiligen Region ab. Während Holz mit natürlicher Optik und Gestaltungsfreiheit punktet, bietet Metall Langlebigkeit und Sicherheit. Kunststoff ist eine pflegeleichte und kostengünstige Alternative, hat aber Einschränkungen in Stabilität und Optik.
Wer die Vor- und Nachteile der Materialien kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen und das perfekte Gerätehaus für seinen Garten in der Schweiz finden.